Wissen · Checkliste

Checkliste: Wie bereit ist Ihre Website für KI-Sichtbarkeit?

Bis Level 2,9 liegt alles in der Hand des Unternehmens. Diese Checkliste macht daraus 26 konkrete Prüfpunkte.

Startseite › Wissen › Checkliste: Wie bereit ist Ihre Website für KI-Sichtbarkeit?

Level 1 bis 2,9 Von Mag. (FH) Michael Bernold, MSc · Veröffentlicht und zuletzt aktualisiert: 9. Oktober 2026

Kurzantwort

Die Checkliste prüft die Website Readiness in drei Stufen: Level 1 (Technik und Struktur), Level 2 (Semantik und Entities) und Level 2,9 (Autorität auf der eigenen Domain). Ein Level gilt erst als erreicht, wenn die Punkte der Stufen darunter erfüllt sind. Die Liste ist eine Selbsteinschätzung und ersetzt keinen automatisierten Website-Check.

So nutzen Sie die Liste

Gehen Sie die Stufen der Reihe nach durch. Das Zero2Five Framework ist hierarchisch: Eine starke Semantik (Level 2) hilft wenig, wenn die Basis (Level 1) wackelt. Die Stufe, bei der die ersten Punkte offen sind, bestimmt den Ausgangspunkt.

Level 1: Technische und inhaltliche Basis

Level 1: 10 Prüfpunkte

  • HTTPS und eine kanonische Domain: http leitet per 301 auf https, www und Nicht-www sind vereinheitlicht.
  • Saubere Statuscodes: Wichtige Seiten liefern 200, gelöschte Seiten 404 oder 410, Umzüge 301. Eine hilfreiche 404-Seite ist vorhanden.
  • robots.txt: Wichtige Inhalte und Ressourcen (CSS, JavaScript) sind nicht blockiert. Ob KI-Crawler erlaubt oder gesperrt sind, ist eine bewusste, dokumentierte Entscheidung.
  • XML-Sitemap: Sie existiert, ist in der robots.txt angegeben und enthält nur indexierbare, kanonische URLs mit korrektem Änderungsdatum.
  • Title, Description, Canonical: Jede Seite hat einen eigenen, aussagekräftigen Title (Richtwert 50 bis 60 Zeichen), eine eigene Description und einen Canonical-Tag.
  • Überschriften: Genau eine H1 pro Seite, danach H2 und H3 ohne Sprünge.
  • Mobil und Performance: Die Seite ist mobil gut bedienbar. Die Core Web Vitals liegen im grünen Bereich (LCP höchstens 2,5 s, INP höchstens 200 ms, CLS höchstens 0,1).
  • Inhalte als Text: Wesentliche Aussagen stehen als Text im HTML und nicht nur in Bildern oder erst nach aufwendigem Nachladen.
  • Bilder: Sinnvolle Alt-Texte, komprimierte Dateien, verzögertes Laden unterhalb des sichtbaren Bereichs.
  • Navigation und Architektur: Leistungen liegen auf getrennten, verlinkten Seiten. Die Struktur ist in wenigen Klicks erfassbar.

Level 2: Semantische und LLM-Optimierung

Level 2: 8 Prüfpunkte

  • Unternehmen als Entity: Name, Angebot, Zielgruppe und Standort sind in einer eindeutigen Kurzbeschreibung gefasst und überall gleich formuliert (Startseite, Über-uns, Footer, Schema).
  • Konsistente Stammdaten: Name, Adresse und Telefon stimmen auf Website, Impressum, strukturierten Daten und externen Profilen überein.
  • Strukturierte Daten: Organization, WebSite, Person und Service sind als JSON-LD mit stabilen @id umgesetzt und widerspruchsfrei.
  • Leistungsseiten: Jede Leistung hat eine eigene Seite mit Definition, Zielgruppe, Ablauf und Abgrenzung.
  • Fragen beantworten: FAQs und Erklärtexte beantworten reale Kundenfragen, die Antwort steht im ersten Satz.
  • Kontext statt Keywords: Begriffe werden einheitlich verwendet, Inhalte erklären Zusammenhänge statt Suchwörter zu wiederholen.
  • Markup passt zum Inhalt: Alles, was in den strukturierten Daten steht, ist auch sichtbar auf der Seite.
  • Semantische Beziehungen: Leistungen, Themen und Zielgruppen sind miteinander verlinkt, Breadcrumbs sind vorhanden.

Level 2,9: Autorität auf der eigenen Domain

Level 2,9: 8 Prüfpunkte

  • Themencluster: Zu jedem Kernthema gibt es eine Hauptseite und vertiefende Beiträge.
  • Interne Verlinkung: Cluster verlinken sich gegenseitig mit sprechenden Linktexten, Hauptseiten sind von überall erreichbar.
  • Praxisbezug: Use-Cases und Praxisbeispiele zeigen Ausgangslage, Vorgehen und Ergebnis, soweit freigabefähig.
  • Autorenschaft: Autorinnen und Autoren sind benannt, mit Funktion und Expertise, inklusive eigener Seite und Person-Markup.
  • Eigene Aussagen: Das Unternehmen formuliert eigene Definitionen, Modelle oder Frameworks und benennt sie eindeutig.
  • Zitierfähigkeit: Kurzantwort zu Beginn, eindeutige Aussagen, belegte Behauptungen mit verlinkten Quellen.
  • Aktualität: Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum sind sichtbar, es gibt einen Pflegeprozess.
  • Optionale Orientierungshilfen: llms.txt und eine Sitemap mit Änderungsdatum. Ihr Nutzen ist nicht belegt, der Aufwand ist gering.

Auswertung

  • Offene Punkte in Level 1: Hier beginnen, alles Weitere baut darauf auf.
  • Level 1 komplett, Level 2 offen: Der Schwerpunkt liegt bei Eindeutigkeit und strukturierten Daten.
  • Level 1 und 2 komplett: Jetzt entscheidet die Tiefe: Cluster, Autorenschaft, eigene Modelle.
  • Alles erfüllt: Die Website hat Level 2,9, also 100 % Website Readiness. Marktsichtbarkeit beginnt erst ab Level 3 und ist damit noch nicht belegt.

Grenzen: Eine Selbsteinschätzung neigt zu Optimismus. Ein automatisierter Website-Check liefert reproduzierbare Ergebnisse. Fragen Sie bei Interesse nach einem Quick-Check.

Häufige Fragen

Was bedeutet Level 2,9?

Level 2,9 markiert die Obergrenze dessen, was aus der eigenen Website heraus direkt bewertet und gesteuert werden kann (100 % Website Readiness). Es ist nicht gleichbedeutend mit maximaler Sichtbarkeit im Markt, die erst ab Level 3 beginnt.

Wie lange dauert der Weg bis Level 2,9?

Als Orientierung gelten 1 bis 2 Monate für Level 0 auf 1, 2 bis 4 Monate für Level 1 auf 2 und 3 bis 6 Monate für Level 2 auf 2,9. Ausgangslage, Branche und Ressourcen verändern das erheblich.

Quellen und weiterführende Links

MB

Autor: Mag. (FH) Michael Bernold, MSc
Gründer und Geschäftsführer der openbrain GmbH, Entwickler des Zero2Five Framework.

Mehr zum Autor und Team · LinkedIn

Weiterlesen

Sie möchten wissen, wo Ihre Website steht?

Kostenlose Erstberatung Zero2Five Framework