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Wann Automatisierung nicht sinnvoll ist

Unsere Position mit Beispielrechnung, Gegenargumenten und Entscheidungsregel.

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Position KI-Automatisierung · Stand: 9. Oktober 2026

Unsere Position

Nicht jeder Ablauf gehört automatisiert. Für seltene Sonderfälle ist die manuelle Bearbeitung meist günstiger, weil Aufbau und Pflege der Automatisierung die Zeitersparnis übersteigen. Wir raten bewusst davon ab, wenn die Rechnung nicht aufgeht.

Beispielrechnung mit angenommenen Werten

Zwei Abläufe, die sich auf den ersten Blick ähneln. Die Zahlen sind angenommen und zeigen nur die Logik.

Ablauf A: SonderfallAblauf B: Standardfall
Häufigkeit5 Mal pro Monat200 Mal pro Monat
Aufwand manuell20 Minuten10 Minuten
Zeit pro Monatrund 1,7 Stundenrund 33 Stunden
Aufbau der Automatisierung12 Stunden12 Stunden
Betreuung pro Monat1 Stunde1 Stunde
ErgebnisErsparnis von rund 0,7 Stunden im Monat, der Aufbau amortisiert sich erst nach über einem Jahr. Besser manuell oder mit Vorlage.Ersparnis von rund 32 Stunden im Monat, der Aufbau amortisiert sich innerhalb weniger Wochen. Klar automatisieren.

Gegenargumente und unsere Antwort

„Automatisierung spart immer Zeit.“

Nur bei ausreichender Häufigkeit. Bei Sonderfällen frisst die Pflege die Ersparnis auf, etwa wenn sich Formate, Systeme oder Regeln ändern.

„Was später kommt, sollte man gleich mitbauen.“

Wir beginnen mit einem Ablauf, der oft wiederkehrt und klar beschreibbar ist. Weitere Abläufe folgen erst, wenn der Nutzen gemessen ist.

„Die KI kann auch Ausnahmen lösen.“

Sie kann Ausnahmen erkennen und vorbereiten. Entscheidungen mit Folgen, zum Beispiel bei Zahlungen, prüft eine Person.

Entscheidungsregel

  • Häufig, regelbasiert, klares Ergebnis: automatisieren.
  • Selten oder von Ausnahmen geprägt: Vorlage oder Checkliste statt Automatisierung.
  • Persönlicher Kontakt oder Urteil im Vordergrund: bewusst manuell lassen.

Ein Beispiel aus der Praxis

Bei CSS4YOU laufen Anrufannahme und wiederkehrende Übertragungsarbeiten automatisch, Sonderfälle und Zahlungen prüft weiterhin das Team. Zusammen spart das rechnerisch die Arbeit einer Verwaltungsmitarbeiterin mit 20 Wochenstunden. Details stehen bei LISA und der Prozessautomatisierung mit Make.com.

Häufige Fragen

Wann sollte man einen Prozess nicht automatisieren?

Wenn er selten vorkommt, von Ausnahmen geprägt ist oder Urteilsvermögen und persönlichen Kontakt braucht. Dann kostet Aufbau und Pflege mehr, als die Automatisierung spart.

Kann man einen seltenen Prozess später automatisieren?

Ja. Wenn die Häufigkeit steigt oder sich die Regeln stabilisieren, lohnt sich eine neue Rechnung. Bis dahin hilft eine klare Vorlage oder Checkliste.

Wie rechnet man den Nutzen aus?

Zeitaufwand pro Durchlauf mal Häufigkeit gegen Aufbau- und Betreuungsaufwand. Wir rechnen das gemeinsam am konkreten Ablauf, bevor gebaut wird.

MB

Autor: Mag. (FH) Michael Bernold, MSc
Gründer und Geschäftsführer der openbrain GmbH, Entwickler des Zero2Five Framework.

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Fachbereich in diesem Beitrag: KI-Automatisierung und digitale Prozesse im KMU. Praxis: Umsetzung von KI-Telefonie und Prozessautomatisierung bei CSS4YOU, siehe LISA und Make.com-Automatisierung.

Mitarbeit: Tina Bernold, Head of Digital, bringt die Sicht auf digitale Geschäftsmodelle und Prozesse ein. Zum Profil

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